DAS INTERVIEW ZUM RUNDEN PROROLL-GEBURTSTAG
30 Jahre Räder, Rollen, Ideen & Lösungen

Aus Anlass des runden Firmengeburtstags haben wir mit Stefan Fornahl, dem geschäftsführenden Gesellschafter von proroll, über Erinnerungen und Visionen gesprochen:

Wie kommt man eigentlich auf die Idee, ein großes Räder- und Rollenunternehmen zu gründen?

„proroll hat ja nun überhaupt nicht groß angefangen. Daran war auch gar nicht zu denken – der Anfang war ziemlich unscheinbar: Ursprünglich war die Familie Fornahl nur der kleine Vertriebspartner einer noch kleineren Rollenfabrik aus dem Bergischen. Dort wurden Räder noch in den 80er Jahren im Nachkriegsstandard hergestellt – so richtig in einer Hinterhofbutze. Als reiner Vertriebspartner mussten wir mit den Artikeln leben, die dort produziert wurden. Anfangs konnten wir diese gut, zunehmend aber schwerer, absetzen. Der Markt fragte nach neuen Designs und nach besserer Qualität. Das war für die verschlafene Rollenfabrik mit ihrer betagten Produktionsumgebung kaum umsetzbar. Ich erinnere mich gut an diese Zeit. Nach Ende meiner technischen Berufsausbildung habe ich fürs Fachabitur ein Jahr die Schulbank gedrückt und mir im heimischen Rollenvertrieb ein paar Mark verdient. Dabei habe ich Spaß am kaufmännischen Gestalten entdeckt, vor allem an Vertrieb und Verkauf. Ich habe dann eine Lehre dort gemacht. Die Vertriebsfirma war ja sehr überschaubar und ich konnte von Anfang an kreativ sein, viele Ideen umsetzen. Durch zahlreiche Kundenbesuche zeichnete sich für mich bald ab, was man ändern musste, um erfolgreich zu sein. Was ich konnte, habe ich dann geändert. Erst in kleinen Schritten, dann mit wachsender Erfahrung immer weiter.“


Auf der Website steht der Satz, bei proroll würde man mögen, was man tut...wann wurden Räder- und Rollen denn zur Herzenssache?

„Das war eine stetige Entwicklung. Mir macht es viel Spaß, Kunden zu beraten und herauszufinden, was sie haben wollen, ihnen Lösungen vorzuschlagen. Der Spaß steigt, wenn man dann eigene Produktlösungen entwickeln kann. Spaß und Erfolg sind bei proroll einhergegangen mit einer Veränderung des Unternehmens vom anfangs reinen Vertriebspartner hin zum Produzenten. Meine Freude am Job versuche ich an meine Leute weiterzugeben. Wir können schon guten Gewissens sagen, dass wir wirklich begeistert sind von dem, was wir tun.“


Welches war denn im Rückblick die aufregendste Zeit für proroll?

„Zum kaufmännischen Handeln gehört immer Mut. Man muss etwas wagen, wenn man erfolgreich sein will. Sicherlich waren die allerersten Jahre sehr spannend, da ich viele grundlegende Schritte tun konnte. Ich bin ja mit 26 Jahren Geschäftsführer geworden. Da ist es schon aufregend, wenn man plötzlich nicht mehr allein für sich selbst, sondern auch für seine Mitarbeiter verantwortlich ist. Diese Schritte passierten aber langsam. Ein wirklich einschneidendes Ereignis war die Entscheidung, in Hückeswagen einen riesigen Neubau hinzusetzen. Aus kaufmännischer Sicht war mir die Entscheidung leicht gefallen. Ich erinnere mich...meine Für- und Widerkalkulation hat auf einen Bierdeckel gepasst ! Dieses Projekt dann aber umzusetzen, war schon spannend.“


Welche Visionen gibt es für die „30 years+“?

„Wir werden unsere Stärken ausbauen und haben auch schon einige neue Produkte in der Pipeline. Ganz bestimmt wird der Bereich der Produktentwicklung größer werden, für unser eigenes Sortiment, aber auch im Kundenauftrag. Auch werden wir uns weiter damit beschäftigen, zukünftig mehr und mehr Artikel in Deutschland oder in der EU zu produzieren, um Transportwege zu verkürzen und um die Qualität effizienter steuern zu können. Uns gehen so schnell nicht die Visionen aus, das ist schon einmal sicher !“
Der Anfang war ziemlich unscheinbar:

Ursprünglich war die Familie Fornahl nur der kleine Vertriebspartner einer noch kleineren Rollenfabrik aus dem Bergischen.
Zum kaufmännischen Handeln gehört immer Mut.

Man muss etwas wagen, wenn man erfolgreich sein will.